Resident Evil Reihenfolge: Wo Einsteiger sinnvoll starten
Wer Resident Evil zum ersten Mal entdeckt, steht vor einem Labyrinth aus Filmen, Remakes, Prequels, Spin-offs und mittlerweile über zehn Hauptteilen plus Ablegern. Schon die Frage „Was spielt wann?” treibt viele Neueinsteiger um, weil Capcom die Geschichte selten linear erzählt und die Kino-Adaptionen mit Milla Jovovich eigene Wege gehen. Wer ohne Vorwissen einsteigt, läuft Gefahr, mit dem achten Teil zu starten, sich über vermeintliche Logikfehler zu wundern und die eigentlichen Stärken der Serie zu verpassen.
Diese Übersicht sortiert das Franchise nach zwei Achsen: nach der chronologischen Story-Reihenfolge (in der die Ereignisse im Universum passieren) und nach der Veröffentlichungs-Reihenfolge (in der Capcom die Spiele und Sony/Constantin die Filme tatsächlich herausgebracht haben). Beide Listen sind nützlich, aber sie erzählen unterschiedliche Geschichten. Für die meisten Einsteiger empfiehlt sich ein Hybridweg: die ersten drei Originalteile plus das Remake von Resident Evil 2 als Einstieg, danach chronologisch weiter.
Resident Evil Spiele in der chronologischen Story-Reihenfolge
Die Story-Reihenfolge folgt dem fiktiven Zeitstrahl von Raccoon City, dem T-Virus und der Umbrella Corporation. Wer die Hintergründe der Protagonisten verstehen will, etwa warum Leon Kennedy zum Serien-Veteranen wird oder wie Chris Redfield vom Einzelkämpfer zum Anführer der BSAA reift, sollte chronologisch spielen. Die folgende Tabelle ordnet die wichtigsten Hauptreihen-Titel ihrem Platz im Universum zu.
| Platz im Zeitstrahl | Titel | Jahr im Universum | Erscheinungsjahr | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Resident Evil 0 | 1998 | 2002 | Vorfall im Zug bei Rebecca Chambers und Billy Coen, Einführung der Progenitor-Virus-Linie |
| 2 | Resident Evil | 1998 | 1996 (Remake 2002) | Herrenhaus-Vorfall mit Chris Redfield und Jill Valentine |
| 3 | Resident Evil 1,5 / Resident Evil 2 | 1998 | 1998 (Remake 2019) | Zwei Monate nach dem Herrenhaus: Leon Kennedy und Claire Redfield in Raccoon City |
| 4 | Resident Evil 3 | 1998 | 1999 (Remake 2020) | Jill Valentine auf der Flucht vor Nemesis |
| 5 | Resident Evil Code: Veronica | 1998 | 2000 | Claire und Chris Redfield auf einer Inselanlage, erweitert das Umbrella-Universum |
| 6 | Resident Evil 4 (Original) | 2004 | 2005 | Leon Kennedy rettet die Präsidententochter in einem spanischen Dorf |
| 7 | Resident Evil 5 | 2009 | 2009 | Chris Redfield und Sheva Alomar in Afrika, Verbreitung des Uroboros-Virus |
| 8 | Resident Evil 6 | 2012-2013 | 2012 | Vier Kampagnen mit Leon, Chris, Jake Muller und Ada Wong, globale Pandemie |
| 9 | Resident Evil 7: Biohazard | 2017 | 2017 | Neuer Protagonist Ethan Winters, Baker-Familie in Louisiana, Perspektivwechsel zur First-Person-Sicht |
| 10 | Resident Evil Village | 2021 | 2021 | Direkte Fortsetzung von Teil 7, Dorfgemeinschaft mit vier Lords, Rosemary als Endgegnerin |
| 11 | Resident Evil 9 (angekündigt) | offen | 2027 erwartet | Fortsetzung mit neuem Protagonisten, Setting noch unklar |
Wichtig: Der Zeitstrahl innerhalb der Hauptreihe verträgt sich nicht immer mit dem Veröffentlichungsdatum. Resident Evil 0 spielt zwar vor dem ersten Teil, erschien aber sechs Jahre später. Wer mit 1996 startet, überspringt keine Geschichte, lässt aber die technische Entwicklung von festen Kamera-Winkeln zu freier Kamera bewusst aus.
Resident Evil Spiele in der Release-Reihenfolge
Die Release-Reihenfolge ist die Reihenfolge, in der Capcom die Spiele tatsächlich auf den Markt gebracht hat. Für Einsteiger, die sich an der Spielmechanik orientieren, ist das oft der bessere Start, weil Grafik, Steuerung und Lernkurve mitwachsen. Wer mit den frühen Tank-Controls hadert, überspringt die Originale und fängt direkt mit den Remakes an.
| Reihenfolge | Titel | Plattformen zum Start | Spielmechanik |
|---|---|---|---|
| 1 | Resident Evil (1996) | PlayStation | Feststehende Kamera, Tank-Controls, Inventar-Tetris |
| 2 | Resident Evil 2 (1998) | PlayStation | Zwei verschachtelte Kampagnen, weiterhin fixe Kamera |
| 3 | Resident Evil 3: Nemesis (1999) | PlayStation | Live-Select-System für Entscheidungen, Verfolgungsjagd durch Raccoon City |
| 4 | Resident Evil Code: Veronica (2000) | Dreamcast | 3D-Umgebungen, erste komplexere Rätsel |
| 5 | Resident Evil (Remake, 2002) | Nintendo GameCube | Vollständige Neuauflage, überarbeitete Grafik, neue Szenarien |
| 6 | Resident Evil 0 (2002) | Nintendo GameCube | Partner-System, keine Inventarbox |
| 7 | Resident Evil 4 (2005) | GameCube | Schulternperspektive, Quicktime-Events, Genre-Neuerfindung |
| 8 | Resident Evil 5 (2009) | PlayStation 3, Xbox 360 | Koop-Kampagne, koordinierter Waffeneinsatz |
| 9 | Resident Evil 6 (2012) | PlayStation 3, Xbox 360 | Vier Kampagnen mit unterschiedlichen Spielstilen, viele Action-Elemente |
| 10 | Resident Evil Revelations (2013) | Nintendo 3DS | Zwischen 5 und 6 angesiedelt, Schiffsszenario |
| 11 | Resident Evil Revelations 2 (2015) | PlayStation 4, Xbox One | Episodisches Format, Claire Redfield und Moira Burton |
| 12 | Resident Evil 7: Biohazard (2017) | PlayStation 4, Xbox One, PC | First-Person-Horror, VR-Unterstützung |
| 13 | Resident Evil 2 (Remake, 2019) | PlayStation 4, Xbox One, PC | Moderne Steuerung, überarbeitetes Inventar, Fotorealismus |
| 14 | Resident Evil 3 (Remake, 2020) | PlayStation 4, Xbox One, PC | Straffere Kampagne, ergänzende Multiplayer-Komponente Resistance |
| 15 | Resident Evil Village (2021) | PlayStation 5, Xbox Series, PC | Mischung aus Horror und Action, größere Areale |
| 16 | Resident Evil 4 (Remake, 2023) | PlayStation 5, Xbox Series, PC | Leons Spanien-Abenteuer neu interpretiert, freie Zielsteuerung |
Diese Liste erklärt auch, warum Capcom die Remakes 2002, 2019, 2020 und 2023 als eigenständige Titel führt. Sie ersetzen die Originale nicht, sondern ergänzen sie. Sammler behalten beide Versionen, Neulinge greifen meist zu den Remakes, weil die alten Steuerungsmodelle heute nur noch bedingt spielbar sind.
Resident Evil Filme in der richtigen Reihenfolge
Die Filmreihe spaltet sich in zwei Stränge: die originale Milla-Jovovich-Reihe, die 2002 startete und 2017 mit „The Final Chapter” endete, sowie die neuere Adaption unter Regisseur Johannes Roberts aus dem Jahr 2021. Beide Reihen erzählen Variationen der Umbrella-Story, sind aber nicht kompatibel. Hinzu kommen Animationsfilme, die vor allem in Japan Bedeutung haben.
Die folgende Tabelle ordnet die wichtigsten Realfilme chronologisch und nach ihrer internen Story. Für Einsteiger, die Jovovichs Interpretation sehen wollen, ergibt sich dadurch ein klarer Pfad. Wer nur ein modernes Werk schauen will, kann mit dem 2021er Reboot beginnen, ohne Handlungslücken.
| Reihenfolge | Titel | Jahr | Protagonist | Handlungsort |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Resident Evil | 2002 | Alice (Milla Jovovich) | Geheimes Labor „The Hive” unter Raccoon City |
| 2 | Resident Evil: Apocalypse | 2004 | Alice, Jill Valentine | Raccoon City vor der Zerstörung |
| 3 | Resident Evil: Extinction | 2007 | Alice, Carlos Oliveira | Postapokalyptische Wüstenwelt, Nevada |
| 4 | Resident Evil: Afterlife | 2010 | Alice, Chris Redfield | Tokio und Los Angeles, Arcadia-Schiff |
| 5 | Resident Evil: Retribution | 2012 | Alice, Ada Wong | Globale Simulationen, Rückblende nach Moskau |
| 6 | Resident Evil: The Final Chapter | 2017 | Alice | Raccoon City, Endkampf gegen Dr. Isaacs und die Red Queen |
| 7 | Resident Evil: Welcome to Raccoon City | 2021 | Leon, Claire, Chris, Jill | Originalgetreue Adaption der Spiele-Handlung |
| 8 | Resident Evil (geplant) | 2027 erwartet | offen | Neustart unter Zach Cregger, Capcom wirkt als Berater mit |
Die Animationsfilme „Degeneration” (2008), „Damnation” (2012) und „Vendetta” (2017) spielen zwischen den Hauptspielen und gelten als Brücken zwischen den Realfilm- und Spiel-Kanonen. „Death Island” aus dem Jahr 2023 setzt die Reihe mit Leon, Claire und Chris fort. Wer die Animationsfilme auslässt, verliert allerdings Hinweise auf das Schicksal von Chris Redfield nach dem fünften Teil.
Resident Evil Reihenfolge für Einsteiger: Drei sinnvolle Wege
Nicht jeder Einstieg passt zur gleichen Person. Drei typische Profile haben sich bewährt: Serien-Fans, die Atmosphäre schätzen, Action-Spieler, die schnelle Action suchen, und Film-Liebhaber, die mit dem Reboot warm werden. Die folgende Liste hilft bei der Auswahl.
- Weg A: Klassisch chronologisch (Spiele): Resident Evil 0 Resident Evil Remake (2002) Resident Evil 2 Remake (2019) Resident Evil 3 Remake (2020) Resident Evil 4 Remake (2023) Resident Evil Village (2021). Dieser Pfad respektiert den Zeitstrahl und nutzt nur die modernen Remakes, sodass Tank-Controls keine Hürde sind.
- Weg B: Release-Reihenfolge kompakt: Resident Evil (Remake) Resident Evil 2 (Remake) Resident Evil 3 (Remake) Resident Evil 4 (Remake) Resident Evil 7 Resident Evil Village. Wer nur moderne Mechaniken spielen will, kommt mit rund 60 Spielstunden durch, weil die Remakes linearer sind als die Originale.
- Weg C: Filmfokus: Resident Evil (2021) Resident Evil: Degeneration Resident Evil: Damnation Resident Evil: Vendetta Resident Evil: Death Island. Der 2021er Film orientiert sich an den Spielen, die Animationsfilme schließen die Lücken. Wer danach die Spiele probiert, kennt die Figuren bereits.
Erfahrene Spieler kombinieren Weg A und Weg C, indem sie die Spiele chronologisch spielen und parallel die Animationsfilme schauen. So entsteht das dichteste Bild der Welt, weil Charakterentwicklungen wie die von Leon Kennedy oder Chris Redfield in beiden Medien erzählt werden.
Wichtige Begriffe und Figuren rund um die Reihenfolge
Wer die Reihenfolge verstehen will, kommt nicht um die wichtigsten Begriffe herum. Ohne Kontext wirken Namen wie T-Virus, G-Virus oder Las Plagas wie zufällige Fantasie-Etiketten. Tatsächlich stehen sie für eine kohärente Mythologie, in der Umbrella Pharmaceuticals die Rolle eines Megakonzerns spielt, der mit biologischen Waffen experimentiert.
- Umbrella Corporation: Der zentrale Konzern der Reihe. Auslöser fast jeder Katastrophe in den ersten sechs Spielen. Präsident Ozwell Spencer, William Birkin und James Marcus sind die Köpfe hinter den Virus-Experimenten.
- T-Virus: Tyrant-Virus, der die Grundlage der Zombies schafft. Wird in Resident Evil 1, 2 und 3 zum dominierenden Erreger in Raccoon City.
- G-Virus : Erschaffen von William Birkin in Resident Evil 2. Treibt die mutierten Bossgegner in Raccoon City an und führt zu G-Birkin, einer der bekanntesten Endgegner der Reihe.
- Las Plagas: Parasitärer Erreger aus Resident Evil 4. Markiert den Wendepunkt der Reihe, weil Capcom von Viren auf parasitäre Biologie umstellt.
- Uroboros: Pflanzlicher Erreger aus Resident Evil 5. Albert Wesker versucht mit Uroboros, eine auserwählte Menschheit zu formen.
- BSAA: Bioterrorism Security Assessment Alliance. Internationale Eingreiftruppe, die Chris Redfield ab Teil 5 anführt. Sie ersetzt die ältere S.T.A.R.S.-Einheit.
- Familie Baker: Aus Resident Evil 7. Dient als Einstieg in die neuere Ära rund um Ethan Winters und die Verbindung zu Mother Miranda.
Für die chronologische Reihenfolge bedeutet das: Das T-Virus dominiert die ersten drei Hauptspiele, Las Plagas und Uroboros prägen Teil 4 bis 6, ab Teil 7 übernehmen Pilze, Bakterien und ein Metavirus die Handlung. Wer die Reihenfolge chronologisch geht, erlebt die schrittweise Ausweitung der Bedrohung, die Capcom bewusst konzipiert hat.
Release- und Story-Reihenfolge im Vergleich
Die zwei Sortierungen lassen sich nicht ohne Kompromiss vereinen. Die chronologische Reihenfolge springt zwischen 1996 und 2021 hin und her, weil Capcom die Spiele teils als Prequels veröffentlicht hat. Wer die Story-Reihenfolge nimmt, erlebt das Originalspiel Resident Evil 0 erst sechs Jahre nach dem Erstlingswerk. Wer die Release-Reihenfolge nimmt, springt in der Story mit Resident Evil 7 zurück in die Zeit nach 2012, weil Leon und Chris dort jünger sind als in den Rückblenden.
| Kriterium | Chronologische Reihenfolge | Release-Reihenfolge |
|---|---|---|
| Story-Verständnis | Höheres Verständnis, weil Hintergründe linear aufgebaut werden | Einige Charakterentwicklungen werden zeitlich rückwärts erzählt |
| Spielerlebnis | Sprünge zwischen alter und neuer Steuerung | Technische Entwicklung wird sichtbar |
| Zeitaufwand | Über 120 Stunden, je nach Erweiterungen | Über 150 Stunden, weil alle Hauptteile gespielt werden |
| Empfohlen für | Story-Fans, Lore-Liebhaber | Spielfortschritt, Gamedesign-Begeisterte |
Wer die Reihenfolge der Filme betrachtet, fällt auf, dass die Milla-Jovovich-Reihe den Zeitstrahl mehrfach ignoriert. „Afterlife” spielt unmittelbar nach „Retribution”, „Extinction” aber zwei Jahre später. Wer auf interne Logik Wert legt, betrachtet die Jovovich-Reihe besser als eigenständige Erzählung.
Remakes, Neuauflagen und was sie der Reihenfolge hinzufügen
Capcom hat die Remakes nicht als 1:1-Kopien veröffentlicht. Das Remake von Resident Evil (2002) erweitert die Spielwelt um das Jagdschloss und fügt eine dritte Kampagne hinzu. Das Remake von Resident Evil 2 (2019) ersetzt die klassische A- und B-Story durch eine verschachtelte Szenario-Struktur, die beide Charaktere erleben lässt. Der dritte Remake (2020) strafft die Story, ergänzt jedoch den Mehrspieler-Modus „Resistance”. Das vierte Remake (2023) ordnet das Original neu, lässt aber den Tonfall der alten Vorlage intakt.
Die Remakes haben zudem neue Verkaufsargumente eingeführt. Die PC-Versionen unterstützen 4K, Raytracing und breite Controller-Profile. Auf Konsolen sind die Remakes oft die Version, die in der „Resident Evil 4 Remake Reihenfolge” als Standard empfohlen wird, weil die Originalfassung technisch veraltet wirkt. Wer die Remakes spielt, kann die Originale überspringen, ohne wichtige Story-Elemente zu verlieren, solange das Remake denselben Kanon abdeckt.
Anders sieht es bei „Resident Evil Code: Veronica” aus. Eine offizielle Neuauflage fehlt bislang. Capcom hat den Klassiker bisher nicht angekündigt, weshalb Fans auf Emulatoren oder die Xbox-Version von 2003 zurückgreifen. Eine Neuauflage würde die chronologische Lücke zwischen 3 und 4 schließen, die im Remake-Pfad offen bleibt.
Welche Reihenfolge passt zum Zeitbudget?
Wer Resident Evil in voller Breite erleben will, plant einen längeren Zeitraum ein. Die Hauptteile summieren sich auf rund 130 Stunden, plus Ableger wie Revelations und die Animationsfilme noch einmal etwa 25 Stunden. Die folgende Aufschlüsselung hilft, das eigene Pensum realistisch zu schätzen.
- Reine Remake-Reihenfolge: 35 bis 50 Stunden, abhängig vom Schwierigkeitsgrad und den optionalen Inhalten. Sehr gute Wahl, wenn das Zeitfenster begrenzt ist.
- Komplette Hauptreihe ohne Remakes: Rund 90 Stunden, weil die Originale länger sind und mehr Rätselarbeit verlangen.
- Hauptreihe plus Remakes: Etwa 130 Stunden. Empfohlen für Sammler, weil die Remakes technisch glänzen, die Originale aber den Klassik-Charme liefern.
- Filme plus Animationsfilme: Rund 22 Stunden. Schnellster Weg, die Story zu verstehen, weil keine Spielmechanik dazwischenkommt.
Wer einen realistischen Einstieg sucht, startet mit dem Remake von Resident Evil 2, weil dieser Teil den Ton der gesamten Reihe prägt und gleichzeitig moderne Steuerung bietet. Wer anschließend Lust auf Atmosphäre hat, springt zurück zum Remake des ersten Teils, das viele Geheimnisse der Reihe erklärt.
Welche Teile lassen sich überspringen?
Trotz der dichten Mythologie gibt es Teile, die für die Reihenfolge der Haupthandlung weniger wichtig sind. Dazu gehören Spin-offs wie „Umbrella Corps” (2016) oder „Resident Evil: Operation Raccoon City” (2012). Beide Titel spielen parallel zu Resident Evil 2 und 3, fügen aber keine neuen Erkenntnisse über die Haupterzählung hinzu.
Auch das Remake von Resident Evil 3 (2020) erzählt eine kürzere Variante der Originalgeschichte. Wer keinen Wert auf den Mehrspielermodus legt, kann das Remake nach 10 bis 12 Stunden abschließen und die Story dennoch mitnehmen. Anders sieht es bei Resident Evil 6 aus. Der Titel hat vier Kampagnen, die jeweils sechs bis acht Stunden dauern. Wer eine Kampagne gespielt hat, kennt die Grundzüge, aber nicht die einzelnen Wendungen. Für die Reihenfolge der Figuren ist Teil 6 trotzdem wichtig, weil dort der Wechsel zu den jüngeren Protagonisten vorbereitet wird.
Wer Resident Evil Village ohne Vorgeschichte spielt, verliert nicht zwingend den Einstieg, weil das Spiel Ethan Winters’ Suche nach seiner Tochter Rosemary erzählt. Wer aber die subtilen Hinweise auf Mother Miranda und die Verbindung zu den Vorgängern versteht, profitiert vom vorherigen Spielen von Resident Evil 7. Für die Filmreihe gilt: Die Originalfilme mit Milla Jovovich lassen sich überspringen, wenn nur der 2021er Reboot gesehen werden soll. Die Story startet dort eigenständig.
Praktische Tipps für die Reihenfolge der Spiele
Bevor du dich auf die Reise durch Raccoon City und Co. begibst, helfen ein paar organisatorische Hinweise. Die Reihenfolge lässt sich zwar theoretisch ab Teil 2 frei wählen, aber die Spielzeit, die Story und das Gameplay profitieren von einer durchdachten Planung.
- Speichere zwischen den Kampagnen: Spiele wie Resident Evil 6 bieten keine mitnehmbaren Items. Ohne sauberes Speichermanagement verlierst du Munition und Heiltränke zwischen den Kampagnen.
- Notizen anlegen: Rätsel in den ersten drei Remakes basieren auf Logik, nicht auf Zufall. Ein kleines Notizbuch oder ein Screenshot-Ordner erleichtert die Lösung komplexer Tür-Rätsel.
- Schwierigkeitsgrad realistisch wählen: Wer zum ersten Mal spielt, beginnt mit dem normalen Modus. Hardcore-Modus empfiehlt sich erst beim zweiten Durchgang, weil ohne Speicherstation das Gameplay schnell bestraft.
- Plattform-Versionen vergleichen: Die Switch-Cloud-Version von Resident Evil Village streamt nur. Wer volle Bildrate will, greift zu PlayStation 5, Xbox Series oder PC.
- Soundoptionen prüfen: Die deutsche Synchronisation ist in den Remakes hochwertig, die englische Originalfassung bietet aber oft mehr Atmosphäre. Ein Sprachwechsel lohnt sich vor allem für Fans von Jill Valentine und Leon Kennedy.
Für Filmfans: Die 4K-Fassungen der Originalfilme auf Blu-ray bieten häufig eine bessere Bildqualität als die Streaming-Versionen, weil Constantin Film die HDR-Abstimmung für den Heimkinomarkt überarbeitet hat. Wer die Filme also in Reihenfolge schauen will, prüft die Qualität der Quelle, bevor er beginnt.
Welche Veröffentlichungen für 2026 und 2027 sind relevant?
Für die Reihenfolge der Zukunft gibt es mehrere Anker. Capcom hat angekündigt, dass Resident Evil 9 als nächster Hauptteil erscheint. Branchenberichte rechnen mit einer Veröffentlichung Ende 2027, auch wenn Capcom selbst kein festes Datum nennt. Das Studio hat in früheren Interviews angekündigt, dass Teil 9 neue Protagonisten einführt, aber an die Mythologie von Teil 7 und Village anknüpft. Wer also mit Ethan Winters gespielt hat, sollte Teil 9 auf dem Zettel haben.
Auf Filmseite läuft die Produktion für einen Neustart unter Regisseur Zach Cregger. Die Dreharbeiten haben laut Branchenmagazinen 2025 begonnen, ein Kinostart wird frühestens 2027 erwartet. Wer wissen will, in welcher Reihenfolge dieser Neustart passt, muss abwarten. Wahrscheinlich orientiert sich der Film an der Spielereihe und nicht an der Jovovich-Linie. Wer also beide Stränge getrennt halten will, sollte sich den neuen Film als eigenständige Adaption merken.
Zusätzlich hat Netflix die Animationsserie „Resident Evil: Infinite Darkness” veröffentlicht, die zwischen Teil 4 und 5 spielt und Leon Kennedy sowie Claire Redfield zeigt. Wer also wissen will, wie es nach Spanien weitergeht, schaut in die Serie. In der chronologischen Reihenfolge reiht sich „Infinite Darkness” nach Teil 4 und vor Teil 5 ein.
Resident Evil Reihenfolge auf einen Blick
Die folgende Kurzfassung hilft, die Reihenfolge schnell zu prüfen, ohne die einzelnen Tabellen zu durchsuchen. Sie fasst die Reihenfolge für Spiele und Filme zusammen, jeweils getrennt nach Story und Release.
Spiele in der Story-Reihenfolge
- Resident Evil 0
- Resident Evil (Original oder Remake)
- Resident Evil 2 (Original oder Remake)
- Resident Evil 3 (Original oder Remake)
- Resident Evil Code: Veronica
- Resident Evil 4 (Original oder Remake)
- Resident Evil 5
- Resident Evil Revelations
- Resident Evil 6
- Resident Evil Revelations 2
- Resident Evil 7: Biohazard
- Resident Evil Village
- Resident Evil 9 (in Entwicklung)
Spiele in der Release-Reihenfolge
- Resident Evil (1996)
- Resident Evil 2 (1998)
- Resident Evil 3: Nemesis (1999)
- Resident Evil Code: Veronica (2000)
- Resident Evil (Remake, 2002)
- Resident Evil 0 (2002)
- Resident Evil 4 (2005)
- Resident Evil 5 (2009)
- Resident Evil 6 (2012)
- Resident Evil Revelations (2013)
- Resident Evil Revelations 2 (2015)
- Resident Evil 7: Biohazard (2017)
- Resident Evil 2 (Remake, 2019)
- Resident Evil 3 (Remake, 2020)
- Resident Evil Village (2021)
- Resident Evil 4 (Remake, 2023)
Filme in der Reihenfolge
- Resident Evil (2002)
- Resident Evil: Apocalypse (2004)
- Resident Evil: Extinction (2007)
- Resident Evil: Afterlife (2010)
- Resident Evil: Retribution (2012)
- Resident Evil: The Final Chapter (2017)
- Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021)
Wer die Reihenfolge strikt nach Story geht, ergänzt die Animationsfilme „Degeneration”, „Damnation”, „Vendetta” und „Death Island” zwischen „The Final Chapter” und „Welcome to Raccoon City”. Wer die Reihenfolge mit Netflix-Materialien erweitert, reiht „Infinite Darkness” zwischen „Welcome to Raccoon City” und „Resident Evil 5″ ein.
Häufige Irrtümer zur Reihenfolge
Mehrere Missverständnisse halten sich hartnäckig. Erstens: „Resident Evil 1,5″ war eine verworfene Vorgängerversion von Teil 2, kein offizielles Spiel. Zweitens: Die Jovovich-Filme folgen keiner kanonischen Spiele-Logik, weil sie eigene Figuren einführen. Drittens: Resident Evil 7 ist nicht das Ende der Reihe, sondern der Anfang eines neuen Erzählstrangs. Viertens: Der 2021er Film ist kein Remake der Originalfilme, sondern ein Reboot mit eigenständiger Story. Wer diese vier Punkte beachtet, vermeidet Frust beim Einstieg.
Außerdem wird oft angenommen, dass die Remakes die Originale ersetzen. Das stimmt nur bedingt. Die Remakes erzählen dieselbe Geschichte aus neuer Perspektive, lassen aber viele Szenen weg oder ergänzen neue. Sammler behalten beide, Gelegenheitsspieler wählen eine Version. Wer den Mehrspielermodus „Resistance” spielen will, braucht das Remake von Teil 3. Wer hingegen das Original-Layout der Polizeistation erleben will, bleibt beim Original aus 1998 oder beim Remake aus 2019, weil das Remake den Grundriss neu erfunden hat.
Für den Filmstrang gilt: Constantin Film hat 2021 bewusst auf die Jovovich-Kontinuität verzichtet. Wer den 2021er Film als Fortsetzung der alten Reihe versteht, wundert sich über fehlende Charaktere wie Alice. In Wahrheit startet „Welcome to Raccoon City” eine eigene Adaption, die auf den Spielen basiert.
FAQ-block title
Die folgende Liste beantwortet typische Detailfragen, die beim Einstieg in die Resident Evil Reihenfolge immer wieder auftauchen.
Часті запитання (FAQ)
Welche Resident Evil Reihenfolge ist für absolute Anfänger am besten?
Absolute Anfänger starten am besten mit dem Remake von Resident Evil 2 aus dem Jahr 2019. Das Spiel bietet moderne Steuerung, eine lineare Story und führt die wichtigsten Figuren ein. Anschließend empfiehlt sich das Remake von Resident Evil 3 und das Remake von Resident Evil 4, bevor mit Resident Evil 7 und Village die neue Storyline beginnt.
Spielt Resident Evil 0 vor dem ersten Teil?
Ja, Resident Evil 0 spielt zeitlich vor dem ersten Teil und erzählt die Ereignisse im Zug, die das Herrenhaus-Desaster ausgelöst haben. Wer die Reihenfolge der Story einhalten will, spielt 0 zuerst. Wer mit der Steuerung hadert, lässt den Titel aus und beginnt mit dem Remake des ersten Teils.
Sind die Milla-Jovovich-Filme canon zu den Spielen?
Nein, die Jovovich-Filme erzählen eine eigenständige Story rund um die Figur Alice. Die Handlung übernimmt zwar Elemente wie Umbrella, Raccoon City und den T-Virus, weicht aber bei Charakteren und Ereignissen deutlich von den Spielen ab.
Wie viele Resident Evil Hauptteile gibt es?
Mit Stand 2026 umfasst die Hauptreihe acht nummerierte Teile plus die beiden Remakes als eigenständige Veröffentlichungen. Der neunte Hauptteil ist in Entwicklung, ein genaues Veröffentlichungsdatum steht noch aus.
Welche Reihenfolge gilt für die Remakes?
Die Remakes folgen der chronologischen Reihenfolge der Originale. Das Remake von 2002 gehört zur Story von Teil 1, das Remake von 2019 zur Story von Teil 2, das Remake von 2020 zu Teil 3 und das Remake von 2023 zu Teil 4. Wer die Remakes spielt, erlebt dieselbe Story wie mit den Originalen, nur in moderner Aufmachung.
Was passiert zwischen Resident Evil 4 und 5 in der Story?
Zwischen Teil 4 und 5 liegen vier Jahre. Leon Kennedy arbeitet in dieser Zeit als Regierungsagent, während Chris Redfield die Gründung der BSAA vorantreibt. Die Netflix-Serie „Infinite Darkness” schließt eine Lücke in dieser Phase und ist chronologisch zwischen den beiden Spielen angesiedelt.
Ist Resident Evil 6 notwendig für das Verständnis?
Teil 6 ist nicht zwingend, liefert aber die Hintergründe für die folgenden Teile. Ohne Teil 6 fehlt der Kontext für den Wechsel von Chris Redfield, das Schicksal von Jake Muller und die globale Ausbreitung neuer Erreger. Für die Reihenfolge bis einschließlich Teil 5 kann Teil 6 ausgelassen werden.
Welche Resident Evil Spiele lohnen sich auf dem PC?
Auf dem PC lohnen sich die Remakes, weil sie 4K, Raytracing und freie Maussteuerung bieten. Auch Resident Evil Village und Resident Evil 5 laufen auf moderner Hardware flüssig. Die Originale benötigen Emulatoren oder die ursprünglichen Installer.
Wo passt der Animationsfilm „Death Island” in die Reihenfolge?
„Death Island” spielt nach „Vendetta” und vor dem 2021er Realfilm. Die Handlung führt Claire Redfield, Chris Redfield und Leon Kennedy zusammen und schließt Handlungsstränge aus „Revelations 2″. Wer die Animationsfilme in Reihenfolge schauen will, reiht „Death Island” zwischen „Vendetta” und „Welcome to Raccoon City” ein.
Wie passt die Netflix-Serie „Infinite Darkness” in die Reihenfolge?
„Infinite Darkness” spielt zwischen Resident Evil 4 und Resident Evil 5. Leon Kennedy und Claire Redfield arbeiten als Regierungsagenten, das Weiße Haus gerät unter den Einfluss eines unbekannten Erregers. Wer die Story lückenlos erleben will, schaut die Serie nach Teil 4 und vor Teil 5.


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